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Die Pfingstfeiertage waren rum. Ziemlich früh aufgestanden, heute sollte es ja weitergehen. Eigentlich wieder in die Richtung aus der ich gekommen war, Fecamp war das Ziel für heute. Welche Schwierigkeiten mich heute noch erwarteten war im Moment nicht abzusehen. Nachdem Frühstück ging es zunächst zur Entsorgung, ich musste meine volle Toiletten-Kassette auf jeden Fall leeren, auch wenn ich eine zweite habe. Stromkabel wieder eingerollt, Stützen eingeklappt und los ging's. Zunächst allen unnötigen Ballast abgelassen bzw. in der Mülltonne entsorgt. Danach die Rechnung beglichen und schon konnte es losgehen.
In Carentan ging es wieder zum bekannten LIDL, die Vorräte waren über die Feiertage geschrumpft. Danach weiter, bis kurz vor Le Havre... Dort kam auf einmal eine Warnung auf der Autobahn, dann konnte man sehen warum. Gefühlte hunderte von LKW's standen auf der Überholspur und drosselten das Tempo der PKW's. Langsam ging es an ihnen vorbei, bis endlich die Bahn wieder frei war. Über den Pont-de-Normandie, die obligatorischen 6,30€ entrichtet und zunächst problemlos weiter. Dann kam der Super-Gau... LKW's versperrten die vierspurige Strasse. Diesmal nicht nur die Überholspur, diesmal kreuz und quer... Einige PKW Fahrer fuhren über den Seitenstreifen, als sich mir die Gelegenheit bot zwischen zwei LKW's durchzufahren nutzte ich diese. Nach einigen hundert Metern war allerdings Schluss, zwischen Leitplanke und LKW wurde es zu eng. Allerdings hatte ich wieder die Möglichkeit auf die Überholspur zurückzukehren. Wieder ein paar hundert Meter, wieder Schluss. Ein LKW-Hänger stand schräg, keine Chance durchzukommen. Einige Fahrer standen daneben und diskutierten, einer ging zu dem Fahrer des vor mir stehenden LKW's, sprach mit ihm und dieser fuhr einige Meter vor, so das ich gerade so hindurch passte. Nach wenigen Metern war allerdings wieder Schluss. Ich konnte zu einer Zufahrt sehen, einige PKW's machten sich auf diesem Weg davon. Ich taxierte die Lücke zwischen den beiden LKW's, konnte passen... Motor an, durchgezwängt, einige Meter bis zur Auffahrt zurückgelegt, der Platz reichte und das erste Mal in meinem Leben eine Auffahrt als Ausfahrt benutzt. Endlich wieder freie Fahrt, aber das sollte sich wenige Kilometer weiter wieder mal ändern... Im nächsten Ort sah ich von weitem schon schwarzen Rauch, auf der Strasse lagen brennende Autoreifen. Durchfahrt versperrt... Wieder zurück bis zu einem Kreisverkehr, eine Ehrenrunde und dann den vorausfahrenden PKW's gefolgt. Rechtsabbiegen verboten für 3,5t, egal da musste ich durch, auch wenn's jetzt eng wird. Im Schneckentempo durch eine Art Fußgängerzone, dann wieder auf eine relativ normale Strasse, um schließlich die Sperre umfahren zu haben. Danach ging es wieder problemlos weiter, keine LKW's mehr die die Strasse versperrten.
Wie oben schon erwähnt war ja Fecamp das heutige Ziel, dieses war nach all dem Stress erreicht. Dort musste ich feststellen, das der offizielle Stellplatz von einem Jahrmarkt belegt war. Der Platz auf der anderen Strassenseite am Schuppen war mir allerdings zu schräg. Ich wäre ja in der Nacht aus dem Bett gefallen. Also zuckelte ich ein Stück weiter, als ich ein, zwei Mobile stehen sah fuhr ich hin. Dann entdeckte ich noch mehrere Mobile, ich besah es mir näher und entschloss mich hier die Nacht zu verbringen. Ich ergatterte einen Platz mit Blick auf den Hafen... Der Platz sah aus als ob vor einiger Zeit hier mal ein Haus oder Schuppen gestanden hatte, aber egal, der Platz war besser als die beiden offiziellen.
Nachdem ich ein wenig umgesehen hatte marschierte ich Richtung Stadt und weiter bis zum Strand. Alles ganz gemütlich nachdem Verkehrschaos heute...
Langsam neigte sich die Sonne dem Horizont entgegen. Noch schnell mal einige Fotos gemacht wie sie hinter der Hafenausfahrt langsam im Meer versank. Schluss für heute, morgen ist ein neuer Tag...
INFO-BOX Dienstag 17.Mai
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Strecke |
Reville - Fecamp |
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Tageskilometer |
261km |
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Stellplatzkosten |
0,-€ |
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Sonstige Kosten |
Pont-de-Normandie 6,30€ |
Heute am Mittwochmorgen war der Himmel ziemlich bewölkt, aber es war trocken, kein Regen. Die Reise ging heute nach Berck-Plage, dort sollte es zwei Stellplätze geben. Die zwei Plätze lagen relativ stadtnah und fast am Strand. Es ging ohne irgendwelche Behinderungen direkt dahin. Auf dem ersten Stellplatz waren gerade Bauarbeiten im Gange, nicht gerade prickelnd, aber ich ging mal davon aus, das sie Nachts nicht arbeiteten. Trotzdem wollte ich mir auch den anderen Platz noch ansehen. Dieser lag am entgegengesetzten Ende der Stadt. Toll war es hier auch nicht, zwei Leute hatten sich hier häuslich niedergelassen, es sah alles ziemlich chaotisch aus. Der eine hauste im Wohnwagen, der andere in einem umgebauten Transporter. Ihren Hausstand, oder wie sollte man den Müll beschreiben, hatten sie um sich herum verteilt. Also wieder zurück, dann besser ein wenig ordentlicher mit Baulärm, der am Nachmittag dann verstummte.
Am Nachmittag dann mal zum Meer gewandert, war nicht weit. Hier sollte es Seehunde geben, die bei Ebbe auf den Sandbänken lagen. Eigentlich sollten es hunderte sein, gezählt hab ich so ca. zwölf bis fünfzehn, so genau konnte man es nicht sagen. Zumindest konnte man einige von ihnen in freier Wildbahn beim spielen beobachten. Da es gerade trocken vom Himmel her war noch einen Strandspaziergang unternommen. Nicht am Strand, aber an ihm entlang auf der Promenade. Schließlich durch die Stadt zurück, das Wetter schlug mal wieder in Richtung mehr feucht von oben um. Also „Im WoMo sitzen Wetter“. Der Abend kam, gemütlich entspannt und nachher ruhig geschlafen...
INFO-BOX Mittwoch 18.Mai
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Strecke |
Fecamp - Berck-Plage |
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Tageskilometer |
175km |
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Stellplatzkosten |
7,-€ |
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Sonstige Kosten |
0,-€ |
Am Donnerstagmorgen pünktlich um 8 Uhr begannen die Arbeiter wieder ihr Werk. Egal, gefrühstückt und dann ging es los. Das heutige Ziel war nicht weit entfernt und lag in Equihen-Plage. Der Stellplatz lag am Rand des Ortes, direkt an der Steilküste mit weitem Blick aufs Meer. Alles vollautomatisch, bei der Einfahrt auf den Platz musste man seine Autonummer angeben, man bekam ein Ticket, die Schranke öffnete sich und gab den Weg auf den Platz frei. Alles schön angelegt, nur was ich mich gefragt habe warum man, wenn man es neu macht, so schräg baut. Nach vorn, aber auch zur Seite geneigt. Den Platz den ich ergatterte war ziemlich gerade, nicht ganz, aber zu vernachlässigen.
Nachdem ich mich häuslich eingerichtet hatte machte ich mich auf den Weg die Umgebung zu erkunden. Zunächst marschierte ich an der Steilküste entlang. Ein richtiger weg war es nicht, eher ein Trampelpfad. Berg und Tal, rauf und runter. Mit immer wieder neuen Aussichten auf das Meer. Den gleichen Weg wollte ich allerdings nicht zurück laufen. Den Blick über die Gegend schweifen lassen und einen Feldweg entdeckt. Leider war dieser verschlossen, aber einige Meter vom Tor entfernt war der Zaun defekt, der ideale Einstieg. Auf diesem Weg ließ es sich schon besser laufen, allerdings gab es ein zweites Tor, ebenfalls verschlossen. Aber nur ein verrosteter Draht hielt ihn zu, kurz geöffnet, durchgegangen und wieder zugemacht. Anschließend führte der Weg durch den Ort, beim ansässigen Bäcker noch ein Baguette erstanden. Das Teil war gut einen Meter lang und für 85 Cent zu haben. Es ging noch einmal um die Ecke und ich war wieder am WoMo. Den Stuhl rausgeholt, dazu ein Bier und im Windschatten die Sonne genossen.
Die Küste bei Equihen-Plage
Am Abend machte ich mir mal so meine Gedanken über die Rückreise. Quer durch Frankreich und Belgien nach Luxemburg? Oder weiter in Richtung Norden nach Calais, danach nach Belgien und weiter nach Deutschland? So richtig konnte ich mich an diesem Abend nicht entscheiden, also überließ ich es für den morgigen Tag meiner Fr. GARMIN, sollte sie sich doch Gedanken darüber machen wie ich nachhause komme... Es wurde Zeit die Koje aufzusuchen und sich zur Nachtruhe zu begeben...
INFO-BOX Donnerstag 19.Mai
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Strecke |
Berck-Plage - Equihen-Plage |
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Tageskilometer |
47km |
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Stellplatzkosten |
7,-€ |
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Sonstige Kosten |
0,-€ |
